Die Entwicklung bei Sanitär Anlagen und Pissoir geht ständig weiter! In der Umgangssprache für Sanitär Einrichtungen ist Pissoirs, aus dem Französischen übernommen worden (pissiere = pissen), jedoch wegen seines etwas fäkalen Touchs, eher nicht mehr so gebräuchlich.
Gemeint sind damit hauptsächlich Männertoiletten mit so genannten Pinkelrinnen bestückt, einer Rinne mit einem Abfluss und einer Wandverkleidung, damit Spritzer abgeleitet werden. Heutzutage größtenteils durch Urinale ersetzt, kommen sie meist nur noch bei öffentlichen Veranstaltungen, wie Freiluftkonzerten, zum Einsatz. Die Gründe kann man sich zusammenreimen, denn alleine der Geruch, der sich regelrecht manifestiert, ist schon ein maßgeblicher Punkt, oder auch die Treffsicherheit, was das Verspritzen des Urins in hohem Masse zur Folge hat. Alles ein etwas Unappetitliches Unterfangen und zudem auch noch recht unhygienisch. Der Einfallsreichtum der Menschen, die sich die Unannehmlichkeiten des Pissoirs angenommen haben, können heute einige große Fortschritte der Systeme Sanitär zu verzeichnen. Um nicht zu sagen, sind sogar revolutionäre Entwicklungen durchlaufen. Man braucht dabei nur ein paar Jahrhunderte zurückdenken, wo die Notdurft einfach im Freien verrichtet wurde, eine große Grube und eine Stange wurde zur Latrine, die einfach zugeschüttet wurde oder später das berühmt, berüchtigte Plumpsklo im Hof oder Garten. In den mittelalterlichen Städten, wurde sich einfach vor dem Haus in den Rinnstein entleert. Da hatten es die Adligen besser, alles wurde in der Ecke von Kemenate oder Prunkzimmer gelassen, bis es unerträglich wurde und dann wurde weiter gezogen. Deswegen hatten sie ja auch immer mehrere Domizile. Heute nicht mehr vorstellbar, wo Bedürfnisse zur privaten Sache geworden sind. So werden immer mehr praktische Sanitär Anlagen, die Pissoirs zur öffentlichen Benutzung, ablösen. |